MAT Muskelaufbautraining

Muskelaufbautraining (MAT)

Medizinische Trainingstherapie (MTT)

Krankengymnastik am Gerät (KGG)

  • Als Trainingsmittel werden geführte, semigefürhte, freie Geräte, Hanteln, Seilzüge, Therabänder, Cardiogeräte und instabile Untergründe sowie selten spezielle isokinetische und isotone Krafttrainingsgeräte genutzt.
  • Therapieschwerpunkt ist ein gezieltes Krafttraining unter Berücksichtigung des Krankheitsbildes mit Gewichtung der Leistungsfaktoren Kraft, Koordination, Beweglichkeit und Ausdauer.
  • Elementar wichtig ist vor Trainings- und Therapiebeginn eine funktionelle Untersuchung und Diagnostik mit Statuserhebung um in dem zu erstellenden Trainignsplan die notwendigen Trainingsschwerpunkte berücksichtigen zu können.
  • Das MAT (Muskelaufbautraining) hat seinen therapeutischen Ursprung in der KGG (Krankengymnastik am Gerät) als Massnahmen der Rentenversicherungsträger und Berufsgenossenschaften in stationären oder ambulanten Rehabilitationsmassnahmen oder als EAP (Erweiterte ambulante Physiotherapie)
  • Das Muskelaufbautraining (MAT) kann nach einer Rehamassnahme über einen Zeitraum von 6 Monaten weiter verordnet werden und wird in Institutionen mit gesonderter Genehmigung durchgeführt.
  • Die unterschiedlichen Bezwichnungen der Therapien MTT, MAT und KGG sollen aber annähernd identische Inhalte unter Berücksichtigung des Leistungsniveaus des Patienten beinhalten.
  • Ein guter Trainingsplan beinhaltet neben einem spezifischen Aufwärmteil einen Therapieschwerpunkt in koordinativer Kräftigung, einen Ausdauerteil mit systematischem Belastungsaufbau und Leistungszuwachskontrolle, einen Abwärmteil mit Aspekten der Verbesserung der Beweglichkeit und des Muskelspannungszustandes wie auch einer regelmässigen Anpassung des Trainingsplanes hinsichtlich Umfang, Intensität und Trainingsinhalten.
  • Die Dauer eines solchen Trainingsplanes muss mindestens min. 60 bis max. min 90 Trainingszeit ausfüllen.

Die MTT oder das MAT kann für gesetzlich Versicherte im Rahmen einer Rehasportverordnung als zusätzliche Leistung durchgeführt werden.
Die Eingangsuntersuchung wird therapeutisch durchgeführt und  dem sich anschließendem Trainingsplan wird nach Erstellung mit dem Patienten im Detail die Einweisung in die Geräte durchgeführt.